Der 27. September 2026 wird ein wichtiges Datum für Händler, die Waren an Verbraucher in der Europäischen Union verkaufen. Neue Maßnahmen aus der Richtlinie (EU) 2024/825 sollen Gewährleistungs- und Haltbarkeitsinformationen für Verbraucher sichtbarer und verständlicher machen.
Eine zugehörige Durchführungsverordnung der Kommission, die Verordnung (EU) 2025/1960, legt Gestaltung und Inhalt zweier neuer harmonisierter Elemente fest: den harmonisierten Hinweis zur gesetzlichen Gewährleistung und das harmonisierte Label für die gewerbliche Haltbarkeitsgarantie. Die Durchführungsverordnung gilt ab dem 27. September 2026 — dem Tag, ab dem die Mitgliedstaaten die Umsetzungsmaßnahmen der Richtlinie (EU) 2024/825 anwenden müssen.
Für E-Commerce-Unternehmen bedeutet das: Gewährleistungsinformationen können nicht länger einfach als Text tief in den AGB versteckt werden.
1. Der harmonisierte Gewährleistungshinweis
Das erste Element ist ein harmonisierter Hinweis, der Verbraucher daran erinnern soll, dass sie gesetzliche Rechte haben, wenn Waren nicht vertragsgemäß sind. Die Richtlinie (EU) 2024/825 legt fest, dass dieser Hinweis gut sichtbar dargestellt werden soll. Für den Online-Verkauf beschreibt die Richtlinie den Hinweis ausdrücklich als allgemeinen Hinweis auf der Website des warenverkaufenden Händlers.
Diese Unterscheidung ist wichtig. Der Hinweis ist kein Herstellergarantie-Abzeichen. Er ist Verbraucherrechts-Information.
2. Das Haltbarkeitslabel
Das zweite Element ist stärker produktbezogen. Das harmonisierte Haltbarkeitslabel betrifft eine vom Hersteller angebotene gewerbliche Haltbarkeitsgarantie. Es wird relevant, wenn der Hersteller eine qualifizierte Garantie anbietet: ohne zusätzliche Kosten für den Verbraucher; das gesamte Produkt abdeckend; länger als zwei Jahre; und wenn die nötigen Informationen dem Händler zur Verfügung gestellt werden.
Sind diese Bedingungen erfüllt, muss der Händler die Verbraucher mit dem harmonisierten Label über Bestehen und Dauer dieser Garantie informieren. Das bedeutet: Das Haltbarkeitslabel sollte nicht einfach bei jedem Produkt hinzugefügt werden. Shops brauchen eine Logik auf Produktebene.
3. Warum die Umsetzung im E-Commerce nicht völlig trivial ist
Für einen kleinen Shop mit einer Sprache und kleinem Katalog klingt die manuelle Umsetzung zunächst vielleicht einfach. Doch die Komplexität steigt schnell. Stellen Sie sich einen Shop mit 4.000 Produkten vor; fünf EU-Märkte; mehrere Sprachen; verschiedene Hersteller; verschiedene gewerbliche Garantiezeiträume; und häufige Katalogänderungen.
Nun muss der Händler bestimmen, welche Informationen auf Shop-Ebene, auf Produktebene, vor dem Checkout, in welcher Sprache und für welche Produkte gehören. Genau hier wird Automatisierung nützlich.
4. Was Händler jetzt beginnen sollten
Shops sollten nicht bis zur letzten Septemberwoche warten. Ein praktisches erstes Audit sollte umfassen:
- Prüfen Sie Ihr Verkaufsmodell — verkaufen Sie Waren an Verbraucher, und welche EU-Märkte bedienen Sie?
- Überprüfen Sie bestehende Gewährleistungsinformationen — wo werden gesetzliche Gewährleistungsrechte derzeit erklärt: Produktseite, AGB, FAQ, Checkout?
- Identifizieren Sie Haltbarkeitsgarantien — ermitteln Sie, welche Hersteller relevante gewerbliche Haltbarkeitsgarantien bieten und ob Ihnen die gesetzlich geforderten Informationen vorliegen.
- Überprüfen Sie die Sprachverwaltung — grenzüberschreitender E-Commerce macht Übersetzung und Lokalisierung besonders wichtig.
- Legen Sie fest, wer für Compliance verantwortlich ist — Recht, E-Commerce, Entwicklung, Produktdaten oder die betreuende Agentur? Die Antwort sollte vor Beginn der Umsetzung klar sein.
5. Den Prozess automatisieren
WarrantyARK Connect ist darauf ausgelegt, dies für WooCommerce-Händler zu erleichtern. Statt EU-Gewährleistungsinformationen als Sammlung statischer Grafiken zu behandeln, versteht WarrantyARK sie als Teil der E-Commerce-Infrastruktur — aufgebaut um harmonisierte Gewährleistungsinformationen, 24 EU-Sprachen, Haltbarkeitsinformationen auf Produktebene und eine Nachkauf-Verbindung zur WarrantyARK-Verbraucher-App. Das Ergebnis ist ein System, in dem Compliance auch Teil der Kundenerfahrung werden kann.
Compliance muss nicht am Checkout enden
Die Regeländerung schafft eine neue Pflicht. Aber sie schafft auch eine Chance. Nach dem Kauf kann WarrantyARK Connect Kunden eine Möglichkeit geben, ihren Kauf zu WarrantyARK hinzuzufügen. So kann dieselbe Transaktion später zu einem gespeicherten Kaufbeleg, einer verfolgten Garantie, einer Ablauferinnerung oder dem Ausgangspunkt für eine künftige Reklamation werden.
Statt die September-Regeln nur als weitere Compliance-Kosten zu sehen, können Händler die Änderung nutzen, um ihre Nachkauf-Erfahrung zu verbessern.
Das Datum zum Merken
27. September 2026. Online-Händler sollten die verbleibenden Wochen nutzen, um die Anforderungen zu verstehen, ihr bestehendes E-Commerce-Setup zu prüfen und zu entscheiden, wie sie die neuen Informationen einheitlich umsetzen.
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Shop prüfen → Plugin herunterladenDieser Artikel bietet allgemeine Informationen und ist keine Rechtsberatung. Unternehmen sollten ihre konkreten Umstände und die einschlägigen nationalen Umsetzungsregeln berücksichtigen und die offiziellen Texte der Richtlinie (EU) 2024/825 und der Durchführungsverordnung (EU) 2025/1960 heranziehen.